Best of 200x


Weitere 10 Jahre Animehistorik liegen nun hinter einem, da kann man ja auch mal was Beklopptes probieren. Macht ja auch so ziemlich jeder andere Blog, denn wenn man sich mal umsieht, schießen Best Of-Listen mal wieder wie Fußpilze aus den Socken. Dieses Mal äußert sich mein Geist also in dem verzweifelten Versuch, pro Jahr einige Anime zu finden, die man gesehen haben sollte, ohne Rücksicht auf etwaige Schäden für den eigenen Verstand, Umstehende und die Nächstgeborenen.

Kommentare sind im Übrigen gern gesehen, genauso wie eigene Vorschläge und sonstige Ideen.


Das Jahr des prophezeiten Weltuntergangs und für mich der Beginn eines schrecklich überteuerten Hobbys.
Love Hina: manche hassen es, andere mögen es, ich liebe es aber auf alle Fälle. LoveCom in reinster Form mit sinnvollen Veränderungen im Vergleich zum Manga. Die abschließende OVA war allerdings Mist.
Niea_7: Nach ABes düsterem Lain wohl die Überraschung, nämlich eine unterhaltsame leichte Comedy über das Zusammenleben von Mensch und Alien, bei der aber auch nciht die Probleme untergraben werden.
Blood The Last Vampire: der Grund, warum man mittlerweile so sehr auf Digitalisierung im Animebereich setzt. Wunderschön anzusehen, inhaltlich aber eher mäh.
Boogiepop Phantom: der Inbegriff des Mindfuck. Hier gehts vor und zurück, manchmal auch gleichzeitig, die Ohren werden einer hörenswerte Kakophonie aus Strommasten und Techno ausgesetzt und irgendwie will man sich dabei vor lauter Hinstarren auch noch die Fingernägel entfernen.


Das Jahr des Final Fantasy-Films. Und das Jahr, dass in mir den Wunsch geweckt hat, die menschliche Luftfahrt wäre nach den Luftschiffen einfach stehengeblieben.
Vandread: wunderbare LoveCom im idiotischsten SciFi-Gewand, das vorstellbar ist; aus einer Zeit, also Gonzo wirklich noch Ansehnliches produziert hat.
Spirit of Wonder: Verne’sche Faszination gepaart mit purem Wahnwitz sowie schöner klassischer Animation.
Millennium Actress: aus meiner Sicht noch immer Kons bester Film neben Perfect Blue, gespickt mit Zeit- und Bewusstseinsspielereien.
Chihiros Reise ins Zauberland: wenigstens ein Ghibli sollte es auf die Liste schaffen, und damit passend auch gleich mein Liebster. Immer wieder schön anzusehen.


Osterweiterung steht an, den alten Schnauzbartträger hätte es sicher gefreut (auch wenns nicht so kam, wie er es sich vorgestellt hat).
She and her Cat & Voices of a Distant Star: Shinkai gleich im Doppelpack, natürlich verdient. Emotional wie inszenatorisch bewegend und der Beginn für einige große One-Man-Shows.
Tamala 2010: wer sich vom Stil nicht beirren lässt, kriegt hier eine fiese kratzende Katzenfaust mit der Geschwindigkeit einer Rakete in den Magen, die noch lange nachwirkt.
Mobile Police Patlabor Minimum: irgendjemand wird mich für diese Wahl hassen. Hundertmal besser als der im selben Jahr erschienen Wasted 13 und ein lustiger Spaß über das ganze Patlabor-Universum im Speziellen und das Mecha-Genre im Allgemeinen.


Saddam wird aus seiner Höhle gerettet (gut, dass man ihn da rausgeholt hat, sonst hätte er sich sicherlich noch erkältet; da unten, im kalten Irak).
Kinos Reise: diese Welt ist nicht schön, deswegen ist sie es. Viel weniger als die Welt geht es hier aber eigentlich um den Menschen, der hier kommentarfrei in all seinen Auswüchsen dargestellt wird. Und das fasziniert, und macht dennoch Angst.
Nasu – Ein Sommer in Andalusien: ich bezeichne ihn gerne als Sport-Ghibli für die reiferen Zuschauer, und das triffts eigentlich auch. Reine Unterhaltung, die nicht unbedingt das Hirn fordert.
Urda: Web-OVA, die in schönster B_Movie-Manier im dritten Reich aufräumt.
Texhnolyze: jede Folge dieses schrecklichen Cyberpunks ist eine Qual, ein Psychothriller der übelsten, verstümmelndsten Art.


In Deutschland wird mit 27,25 °C der wärmste 5. Oktober seit 125 Jahren gemessen (na wenn das Nichts ist!).
Re Cutie Honey: wenn Gainax sich eine der ältesten Vertreterinnen des MagicalGirl-Genres vorknöpft (die von Knöpfen ohnehin nie viel hielt), dann kommt eine Pop-Suppe heraus, die je nach Geschmack irgendwo zwischen lauwarmer Brühe und Orgasmus liegt.
Paranoia Agent: Satoshi Kon macht auf TV-Serien und alle gehen mit. Und das hats auch verdient.
Steamboy: bei weitem nciht Otomos Bester, mit etwas niedrigeren Erwartungen aber ein wunder-klassisches Abenteuerfilm.
Mind Game: bereit für einen Haufen animierter Drogen? Hier gehts durch JApans Unterwelt in die Hölle und zurück durch den Geburtskanal.


Dieses Jahr ist relativ.
Bokusatsu Tenshi Dokuro-chan: guter Geschmack, verabschiede dich. Hier gehts mit vollem Schmackes durch die Hirnwindungen ab durch den Darmtrakt und mit den Zähennägeln als neue Tapete an die Wand. Und nach einem schönen Liedchen ist dann auch wieder Pustekuchen.
Honey and Clover: Liebe, Freundschaft, Leben, Lernen. Dazu wundervolle Pop-Musik, die einen neben Tränen auch zum Mitwippen bewegt. Einfach nur Liebe.
Kamichu: Junggöttin im täglichen Alltag zwischen Alienrettung, Geburtstagen, erster Liebe und Schulstress. Herzallerliebst.


Mozart fiedelt seit 250 Jahren.
xXxholic: eine der wenigen wirklich brauchbaren Clampumsetzungen, die aber nur wirklich zusammen mit der 2. Staffel funktioniert. Dennoch ein kleiner hinterhältiger Spaß.
Fantascope Tylostoma: ein wahres Kleinod aus der Feder von Yoshitaka Amano, dem Charadesigner der frühen Final Fantasy-Teile. Musikalisch ein echter Genuss, der Zeichenstil wird aber sicherlich nicht jedem munden.
Black Lagoon: grimmige Action, fiese Pseudo-Nazis, Girls with Guns. Besser kann ein Actionfan nicht unterhalten werden (nicht mal vom extrem düsteren Nachfolger).
Maria-sama ga Miteru 3rd: noch immer die beste Staffel, in der eigentlich so garnix passiert. Aber diese himmlische Ruhe…
Kemonozume: Romeo und Julia mit Monstern aus dem Kabinett Studio 4°C, in jeder Hinsicht ein Fest.


Dieses Jahr ist in Europa Chancengleichheit. Hats wer genutzt?
Baccano!: Jesus, das Ding kam aus dem Nichts, schlug ein wie eine Bombe und sorgt mit den ersten Openingtakten bei mir immer noch für ein freudiges Zittern.
Getsumen To Heiki Mina: verrückt, dämlich und teils auch noch dramatisch. Mit Hasen. Wer braucht da schon Raving Rabbids, wenn er einen mohrrübenverschießenden Mond von Gonzo kriegen kann?
Ookiku Furikabutte: der wahrscheinlich langsamste Sportanime der Historik, dafür aber absolut liebenswert.
Nana: Ai Yazawa in Höchstform, dazu guter Rock und schon fließen die Tränen.


Das Jahr, in dem Amerika schwarz wurde. Und endlich mal anfängt, etwas zu können.
Mahou Tsukai ni Taisetsu na Koto ~Natsu no Sora~: im Vergleich zum NAmen geradezu kurz, dafür aber die wohl rührendste Lovestory, atemberaubenden Hintergründen und schöner Folkmusik.
Real Drive: schöner Unterwasser-SciFi-Thriller, der sich auch mit aktuellen Problemen beschäftigt und imemr wieder zum Nachdenken anregt.
Hakaba Kitarou: die spaßige Wiedergeburt des Horrorklassikers.
Nogizaka Haruka no Himitsu: Was passiert, wenn rauskommt, dass man ein Otaku ist und der Umwelt das garnicht gefällt? Obendrauf ein Berg Insider-Jokes und noch mit etwas Moe verziert und schon darf mitgelitten werden.


Galileios Fernrohr wird 400 Jahre alt, ob man das nicht mal entstauben sollte?
Bakemonogatari: starke Vorlage, starkes Artdesign, starker Cast. So ziemlich die Überraschung des Jahres.
First Squad The Moment of Truth: 2ter Weltkrieg + Russland + Fantasy-Kreuzritter + Studio 4°C + Pseudo-Doku Szenen = Win (wenn auch nicht für Jeden).
Ristorante Paradiso: italienische Ess- und Lebensgewohnheiten auf dem Prüfstand und der Animefan verlangt mehr und lässt noch einen großen Sack voll Trinkgeld zurück.
Spice and Wolf 2: Fantasy-Roadmovie in purer Perfektion. Die Handlung geht zwar so langsam wie seit Beginn voran, dafür gibts mehr Liebeleien.

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